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Sehr geehrter Kunde,
die häufigsten Fragen, die andere Kunden an mich gestellt haben,
sind hier in einer kurzen Liste zusammengefasst. Ich hoffe dass im
Folgenden auch Ihre Fragen beantwortet werden. Falls nicht, rufen Sie
mich an oder schreiben Sie mir eine Email.
Die Antwort muss lauten: “Weil man Spaß am
Musikhören und am Musikmachen hat und unbedingt mehr über
Musik in all ihren Teilbereichen lernen möchte.“ Falls Sie andere
Begründungen finden, wie z.B., dass man über den
Musikunterricht seine Konzentration fördern kann, dass die
Feinmotorik trainiert und das Lernverhalten als solches positiv
beeinflusst wird, dann sind das Effekte, die man mit Musikunterricht
auch erzielen kann. Sie sollten aber nicht der Hauptantrieb zum
Musikmachen sein.
Warum sollte man ein Tasteninstrument erlernen?
Der Musikunterricht an beiden Instrumenttypen
unterscheiden sich in der Anfangsphase nur unwesentlich. Beim Erlernen
der Tasteninstrumente fängt man mit Fingerübungen an, um die
Feinmotorik zu schulen. Im Alltag wird es Nichtmusikern schwer fallen,
ihre Finger einzeln zu bewegen, z.B. mit einem Finger der Hand ohne
nennenswerte Bewegung der restlichen Finger die Handfläche zu
berühren. Besonders schwer fällt das mit Mittelfinger,
Ringfinger und dem kleinen Finger. Die Begründung liegt darin,
dass viele Menschen ähnlich wie Affen diese lediglich als
Unterstützung für Zeigefinger und Daumen beim Greifvorgang
nutzen und daher zumeist Gliedmaßen ihrer Hand gleichzeitig
bewegen und nie erlernt haben, dass man diese auch tatsächlich
einzeln bewegen kann. Das Beweglichkeitsstraining der Finger erstreckt
sich in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden über die gesamte
instrumentalmusikalische Ausbildung.
Wie ist
der Klavier- und Keyboardunterricht aufgebaut?
Mit Melodieübungen wird zuerst die rechte, danach die linke Hand
trainiert. Im Tonraum von c bis g werden Melodien mit der rechten Hand
mit nicht mehr als fünf Tönen erlernt. Dies erleichtert das
Spielen für Anfänger sehr, da sie so jeder Klavier- oder
Keyboardtaste einen Finger der rechten Hand fest zuordnen können.
Im nächsten Schritt spielt die linke Hand zur Melodie der rechten
Hand zunächst einfache monophone (eintönige)
Bassbegleitungen, die sich aus den Grundtönen der Harmonien des
Stückes zusammensetzt. Später werden ganze Akkorde und deren
Brechungen in verschiedenen 2/4-, 3/4- und 4/4- Rhythmusmustern
erlernt, noch später die gleichberechtigte Nutzung der rechten und
linken Hand.
Nach und nach werden neben der Erweiterung des Tonraumes in beiden
Händen und der Schulung der motorischen Fähigkeiten alle
wichtigen Symbole und Zeichen der abendländischen Notation
erarbeitet. Da die meisten Keyboards inzwischen über eine
anschlagsemfindliche Tastatur verfügen, können Phrasierungen
und verschiedene Lautstärken ähnlich wie am Klavier auch sehr
schön am Keyboard erlernt werden. Keyboard- und Klavierspieler
erarbeiten den Bassnotenschlüssel sowie die
Akkordsymbolschreibweise gleichermaßen.
In späteren Phasen des Musikunterrichts werden Stücke
der alten Musik (im Wesentlichen Barock und Klassik) sowie moderne
Stücke aus Jazz- und Popmusik erarbeitet, wobei hier erste
deutliche Unterschiede zwischen Klavier und Keyboard in der
Stückauswahl zu Tage treten. Nicht jedes Klavierstück kann am
Keyboard, nicht jedes Keyboardstück kann am Klavier ohne
technische Schwierigkeiten erlernt werden.
Hier wird weitestgehend auf die Wünsche der Schüler
eingegangen. Erfahrungsgemäß neigen Schüler sowohl am
Klavier als auch am Keyboard zuerst dazu, populäre Musik erlernen
zu wollen.
Die Stücke werden dabei so gewählt, dass sie einen
kontinuierlichen Fortschritt der feinmotorischen Fähigkeiten
gewährleisten.
Fortgeschrittene können Jazzimprovisation und Grundlagen der
Musikkomposition erlernen, wenn sie es möchten.
Da das Keyboard unterschiedlichste Klänge produzieren kann und das
in einer Musikgruppe regelmäßig genutzt wird, ist es
sinnvoll, den Umgang mit diesen Klängen (im Wesentlichen Klavier,
E-Piano, Hammondorgel, Streicher) im Unterricht als Keyboardlehrer zu thematisieren.
Wann sollte man mit Keyboard- und Klavierunterricht beginnen?
Auf diese Frage kann man als Klavierlehrer keine genaue Antwort
geben. Es ist durchaus sinnvoll, dass sich Kinder spielerisch schon in
sehr jungen Jahren der Tastatur nähern. Instrumentalunterricht
kann schon mit fünf Jahren auf ebenso spielerische Weise beginnen.
Das Erlernen von Musik nach Noten erscheint nicht vor dem sechsten
Lebensjahr sinnvoll.
Sie
können auch mit 66 Jahren und mehr noch ein Musikinstrument
erlernen. Zwei ältere Schülerinnen im Alter von 64 Jahren und
73 Jahren
nehmen bei mir derzeit Keyboardunterricht. In diesem Alter lernen Sie
selbstverständlich langsamer
als ein Jugendlicher. Solange sie aber etwas hinzulernen und Spaß
an der Musik haben, lohnt sich der Musikunterricht.
Wenn man über mehrere Unterrichtsstunden
hinweg keinen Spaß mehr an der Musik hat und/oder nichts mehr
hinzulernt.
Wann sollte man mit dem Musikunterricht aufhören oder den Keyboardlehrer bzw. den Klavierlehrer wechseln?
Sind Noten unbedingt wichtig zum Erlernen von Musik?
Klare Antwort: Nein! Aber man sollte sie trotzdem
erlernen. Richtig ist: Man kann jede Art von Musik auch über das
Gehör erarbeiten und spielen lernen. Dies geht bei bestimmten
Musikstilen unterschiedlich schwer. Man wird beim Spielen nach
Gehör eher Pop- und Jazzmusik spielen, als z.B. eine
Beethoven-Sonate.
Richtig ist auch: Die Beethoven-Sonate wie viele andere Stücke der
alten Musik sind wesentlicher Bestandteil unserer abendländischen
Musikkultur. Um diese Stücke zu erlernen, benötigt man
dringend Noten. Es ist daher nicht sinnvoll, einen Klavierunterricht
ohne Noten zu gestalten. Nicht zuletzt dienen Noten den Schülern
als Orientierungshilfen für ihre Hausaufgaben.
Es gibt aber
deutliche Unterschiede im Umgang mit Noten zwischen klassischer Musik
und populärer Musik. Popmusik beinhaltet zwangsläufig auch
verschiedene Grade der Improvisation, also des freien Musikmachens ohne
passende Notenschrift. Den Schülern, die oft nach Gehör
spielen, fällt diese hohe Kunst des Musikmachens sehr leicht.
Noten sind neben vielen anderen modernen Medien wie Musikkassetten und
CDs nur ein Mittel zu dem Zweck, Musik für andere erfahrbar zu
machen und festzuhalten.
Es erscheint heutzutage nicht sinnvoll, sich sklavisch genau an
Notenschrift zu halten, vielmehr sollten Noten als Hilfsmittel zum
Erlernen und Spielen eines Stückes begriffen werden. Erst die
richtige Interpretation der Noten, ein leichtes Verlängern der
einen Note, ein bewusstes Verkürzen oder gar Weglassen der anderen
Note macht aus einem Stück wunderbare Musik.
Besonders deutlich wird dies bei der Notation von Jazzmusik. Aus einer
stark vereinfachten Darstellung der Melodie und Akkordsymbolen muss
sich der Musiker die teilweise hochkomplexe Struktur eines Stückes
zusammendenken. Schüler werden auf diese Weise befähigt,
Musik ästhetisch und funktional zu begreifen und können
während des Musizierens Entscheidungen treffen, die das jeweilige
Stück verbessern.
Dieser eigenverantwortliche Umgang mit Musik ist das Ziel des
Musikunterrichts.
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und Keyboardunterricht von examiniertem Musikpädagogendagogen,Markus Fiedler Klavierlehrer, Keyboardlehrer, Klavierunterricht und Keyboardunterricht, in Lehmden , Wiefelstede ,
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Letzte Aktualisierung vom 20.09.09